Laparoscopic uterine artery occlusion (LUAO)

Laparoscopic uterine artery occlusion (LUAO)

Kurzzusammenfassung

Der Verschluss der Gebärmutterarterie (Arteria uterinae) mit Hilfe einer Bauchspiegelung trägt den englischen Namen Laparoscopic uterine artery occlusion (LUAO). Dieses sehr junge gebärmuttererhaltende Behandlungsverfahren erfordert drei kleine Öffnungen – zwei in Ihrer Leistengegend und einen kleinen Schnitt in Ihrer Bauchnabelgrube –, durch die Ihr Arzt* die Gebärmutterarterie verschließen kann. Es gehört daher zu den minimal-invasiven Verfahren. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Es ist, je nach Verlauf des Eingriffes, ein Krankenhausaufenthalt von 1 bis 3 Tagen nötig. Das Verfahren ist keine etablierte Therapie. In Deutschland wird es äußerst selten für ausgesuchte Einzelfälle angewandt an vereinzelten Standorten, wo Myome operativ behandelt werden, z.B. in der Altonaer Tagesklinik in Hamburg.

Was kann die LUAO Therapie für mich bewirken?

Wird die Gebärmutterarterie (Arteria uterinae) mithilfe der Laparoscopic uterine artery occlusion (LUAO) verschlossen, ist damit gleichzeitig die Blutzufuhr zu Ihren gutartigen Gewebeknoten (Myome) unterbunden. Die Myome werden nicht mehr ernährt, sterben ab und es besteht somit im besten Falle die Möglichkeit, dass sie schrumpfen. Eine Besserung Ihrer Beschwerden, wie Blutungsstörungen oder Druckgefühle, kann möglich sein. Vorausgesetzt, dass die Myome die Ursache für Ihre Symptomatik sind.

Ihre Gebärmutter erholt sich nach kurzer Zeit von dem Eingriff und wird vom Körper weiterhin mit Blut versorgt. Sie bleibt vollständig erhalten.

Ist diese Therapie zur Linderung meiner myombedingten Beschwerden geeignet?

Wie bei allen alternativen Myomtherapien hängt der Effekt des Gebärmutterarterienverschlusses (LUAO) von der Größe, Anzahl und Lage der Myome ab. Ihr Arzt kann Sie bei der Entscheidungsfindung mit der exakten Bestimmung der Lage und Größe der Myome durch Ultraschall- oder MRT-Untersuchungen (bildgebende Diagnostik) unterstützen. Bedenken Sie bitte, bevor Sie sich entscheiden: Welche myombedingten Beschwerden sind für Sie erträglich, welche möchten Sie mindern? Nur Sie können die Relation zwischen Ihrem Aufwand und dem Nutzen, der für Sie mithilfe einer Behandlungsmethode entsteht, optimal einschätzen.

Viele medizinische Informationen, belastende Gefühle aufgrund Ihrer Diagnose oder Ihrer myombedingten Beschwerden können verunsichernd auf Sie einwirken. Manche Rat suchenden Frauen reagieren mit vielen Fragen. Bei anderen bringt das Bewusstsein, dass der Körper „anders“ ist, nicht „richtig“ funktioniert das Thema der eigenen Verletzlichkeit ins Leben. Nehmen Sie, wenn Sie möchten, bewusst wahr, was in Ihnen vorgeht. Sind Sie mit sich selbst im Reinen, können Ihre Unsicherheits- und Angstgefühle sinken. Ihr Arzt, Ihre Familie und Ihre Freunde können Ihnen zur Seite stehen – jeder auf seine Art.

Verschluss der Gebärmutterarterie (LUAO, LAUL) und Schwangerschaft

Die Auswirkungen des Verschlusses der Gebärmutterarterie (LUAO) auf Ihre Fruchtbarkeit (Fertilität) oder die Möglichkeit einer Schwangerschaft nach dem Eingriff sind unklar. Frauen mit Kinderwunsch wird daher empfohlen, langjährig erprobte Verfahren wie z.B. die Myomektomie vorzuziehen. Es ist bei der LUAO noch nicht erforscht, ob bei einer nachfolgenden Schwangerschaft Komplikationen wie z.B. das Reißen der Gebärmutterwand im Bereich der vernarbten Myome auftreten können.

Vorsorge beim Verschluss der Gebärmutterarterie (LUAO, LAUL)

Voraussetzung für den Verschluss der Gebärmutterarterie (LUAO) ist die Bestimmung der Anzahl, Lage und Größe Ihrer Myome. Der Arzt kann Ihnen die Möglichkeiten der bildgebenden Diagnostik (Ultraschall, MRT) ausführlich erklären. Um bösartige Veränderungen auszuschließen, besteht die Möglichkeit einer Gewebeprobeentnahme. Die Gewebeprobeentnahme selbst ist ein operativer Eingriff, der – falls nötig – vor dem eigentlichen Eingriff erfolgen würde. Falls Sie sich für das Langzeitverhütungsmittel Spirale entschieden haben, sollte diese vor dem Eingriff entfernt werden.

Nachsorge beim Verschluss der Gebärmutterarterie (LUAO, LAUL)

Nach dem Verschluss Ihrer Gebärmutterarterie (LUAO, LAUL) erhalten Sie für zwei Wochen ein Antibiotikum, damit Sie vor zusätzlichen Entzündungen geschützt sind.

In der Folgezeit ist Ihre Selbsteinschätzung gefragt. Bitte gönnen Sie sich ungefähr 1-2 Wochen Auszeit zur Regeneration. Nur Sie können Änderungen in ihrem Beschwerdebild wahrnehmen und mitteilen. Suchen Sie bitte das Gespräch mit Ihrem Arzt, wenn sie unsicher sind oder Ihr Zustand sich verändert. Gemeinsam und mit der entsprechenden medikamentösen Therapie können Sie ihre Beschwerden lindern oder weiteren Komplikationen vorbeugen. Innerhalb der nächsten 3 bis 12 Monate sollten zur Beobachtung der Entwicklungen in Ihrem Bauchraum regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen stattfinden. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wann und wie viele Beratungs- bzw. bildgebende Kontroll-Termine Sie wahrnehmen können.