Die Kombination verschiedener Myomtherapien

Die Kombination verschiedener Myomtherapien

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Methoden zur Behandlung Ihrer gutartigen Gewebeknoten der Gebärmutter (Myome) zu kombinieren, um erfolgreichere Ergebnisse bei der Beschwerdelinderung zu erzielen. So kann z.B. eine medikamentöse Therapie (GnRH, IUS, NSAID) im Vorfeld einer Myomentfernung (Myomenukleation bzw. -ektomie) angebracht sein. Mit der medikamentösen Therapie besteht die Möglichkeit, dass Ihre Myome sich verkleinern, und somit der operative Eingriff der Myomentfernung vereinfacht wird.

Bei einer nicht-operativen Myomverödung (Myomembolisation) hingegen muss eine medikamentöse Therapie, wenn sie auf GnRH basiert, mindestens 3 Monate vor dem Eingriff abgesetzt werden, da sie sonst den komplikationslosen Ablauf des Eingriffes gefährdet.

Auch für eine Myomentfernung (Myomektomie bzw. -enukleation) kann die Gabe von Hormonpräparaten wie z.B. GnRH-Analoga unvorteilhaft sein, da die eigentlich feste, glattrandige Konsistenz der Myome durch die Hormone aufweicht und die glatte Wand vernarbt, sodass sie schwieriger zu entfernen sind.

Sollte Ihr Wunsch Organerhalt sein, könnte neben der Option der operativen Myomentfernung (Myomenukleation bzw. -ektomie) eine Therapie aus dem nicht-operativen Bereich eine Möglichkeit sein, um Ihre myombedingten Beschwerden zu lindern. In den letzten Jahren wurden gute Erfahrungen mit der Kombination von Myomverödung (Myomembolisation) und anschließender operativer Entfernung (Myomenukleation) von Myomen bei sehr großen Leiomoymen bzw. durch Myome stark vergrößerter Gebärmutter (Nabelhöhe oder größer) berichtet. Die Vorteile einer Kombination von Myomverödung und anschließender Operation ist der geringere Blutverlust bei einer Operation nach Myomverödung und die Vermeidung einer Gebärmutterentfernung. Diese Kombination wird jedoch nur an Zentren angeboten, die sowohl umfangreiche Erfahrungen mit der Myomembolisation als auch mit der gebärmuttererhaltenden Myomentfernung haben. Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach den entsprechenden Einrichtungen.

Es kann schwierig für Sie sein einzuschätzen, was im Zusammenhang mit Ihren gutartigen Gewebeknoten (Myomen) das Richtige für Sie ist. Es können eine Menge Informationen in Ihrem Kopf kursieren. Ihr Körper gibt vielleicht Rückmeldung durch Beschwerden, dass da etwas mit Ihnen nicht stimmt. Es wäre verständlich, wenn Sie sich unwohl fühlen. Und jetzt auch noch Behandlungsmethoden kombinieren? Wo Sie vielleicht noch gar nicht alle kennen? Nehmen Sie sich bitte die Zeit, sich umfassend zu informieren. Fragen Sie Ihren Arzt*, er steht Ihnen mit Fachwissen und Berufserfahrung zur Seite.

Die Ursache für Ihre Beschwerden kann komplex und schwer bestimmbar sein. Sie kann von der Größe, Lage und Anzahl Ihrer Myome abhängen. Genauso können Ihre Beschwerden jedoch durch Ihre körperliche und mentale Verfassung sowie Ihren Alltag beeinflusst werden. Ihre Entscheidungsfindung ist geprägt von Ihrer individuellen Lebenssituation. Bitte beantworten Sie für sich zwei grundlegende Fragen: Sind es wirklich die Myome, welche Ihre Beschwerden verursachen? Ist Ihre Familienplanung abgeschlossen oder besteht in Ihrer Lebensplanung ein unerfüllter Kinderwunsch?

Umfassende Untersuchungen sorgen für Sicherheit

Ihr Arzt begleitet Sie mit den entsprechenden diagnostischen Untersuchungen. Mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, MRT) kann er die Lage, Anzahl und Größe Ihrer Myome bestimmen. Bereits hieraus lassen sich erste Rückschlüsse auf die für Sie in Frage kommenden Behandlungsverfahren ziehen.
Um sicher zu sein, dass Sie wirklich gutartige Gewebeknoten in Ihrer Gebärmutter tragen, besteht die Möglichkeit einer Gewebeprobeentnahme. Dies ist ein operativer Eingriff.

Sich Zeit nehmen

Bitte lassen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidungsfindung. Beschwerden wie Blutungsstörungen, Schmerzen und Krämpfe können Sie auf Dauer auslaugen – zumal wenn sie in regelmäßigen Abständen auftreten. Finden Sie heraus, was zu Ihrem Wohlbefinden beiträgt, und tun Sie es.